{"id":2102,"date":"2015-02-08T09:03:30","date_gmt":"2015-02-08T08:03:30","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.globonet.ch\/globonet-blog-ch\/?p=2102"},"modified":"2015-03-11T16:04:28","modified_gmt":"2015-03-11T15:04:28","slug":"reisezeitschriften-im-zeitalter-digitaler-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.globonet.ch\/globonet-blog-ch\/2015\/02\/08\/reisezeitschriften-im-zeitalter-digitaler-medien\/","title":{"rendered":"Reisezeitschriften im Zeitalter digitaler Medien"},"content":{"rendered":"<p>In einer Zeit, in der alles auch online zur Verf\u00fcgung steht, fragt man sich, ob Printmedien wie Reisezeitschriften \u00fcberhaupt noch Anklang finden. Schliesslich kann man sich alle Angebote auch online ansehen und wird auch \u00fcber das Fernsehen mit Werbung und Portalen bombardiert. Es geht f\u00fcr die Printmedien also darum, sich trotzdem Platz f\u00fcr ausreichend Auflagen zu verschaffen. Die Experten hinter den Verlagen sehen eine Verbindung von Online und gedruckten Medien als L\u00f6sung. Der gesamte Verkauf von Printmedien ist laut einem Artikel der Zeitschrift<em> Horizont<\/em> um ein Viertel zur\u00fcckgegangen, daf\u00fcr k\u00f6nnen die Verlage mehr Besucher auf ihren Webseiten und in sozialen Netzwerken verzeichnen.<\/p>\n<p>Informationen, die nicht in die Zeitschrift gepasst haben, und umfangreiche Fotostrecken werden jetzt online gestellt und der Leser kann \u00fcber einen entsprechenden QR-Code oder den Hinweis auf eine App darauf zugreifen. Ausserdem bietet die Zeitschrift im Gegensatz zu ungefilterten Online-Angeboten eine Vorauswahl: Die Magazine wissen, wo aktuelle Trends liegen und geben den Lesern, was sie anspricht. Beispielsweise zeigt sich eine Tendenz zum Reisen innerhalb Europas, entgegen weit entfernter Ziele auf anderen Kontinenten. Im Internet gibt es dennoch Angebote zu allen Reisem\u00f6glichkeiten, sodass weniger selektiert wird, was der potenzielle Reisende gerade sucht und was gefragt ist.<\/p>\n<p>Die Nutzer des Internets haben weniger Vertrauen in Bewertungsportale, die immer interessengeleitet und anonym sind. Reisezeitschriften wie \u201eClever Reisen\u201c haben bereits seit Jahren ein Bewertungssystem integriert, das den Lesern ein Gef\u00fchl objektiver und vor allem zuverl\u00e4ssiger Bewertung vermittelt. Die Leser sind eher geneigt, auf das Urteil solcher Printmedien zu vertrauen, als m\u00f6glicherweise beeinflussten Rezensionen im Internet, zu denen man keinen Bezug herstellen kann.<\/p>\n<p>Stefan Schaub von Philipp und Keuntje erz\u00e4hlt <em>Horizont<\/em>, dass der Reisewillige sich eher f\u00fcr die Informationssuche im Netz entscheiden wird, je weiter er in seinem Entscheidungsprozess fortgeschritten ist. Ein Kunde, der bereits sein Reiseziel und -datum festgelegt hat, wird vermutlich online nach passenden Angeboten suchen. Die Printmedien \u00fcbernehmen den vorangegangenen Schritt. Sie sorgen f\u00fcr Inspiration und geben Anregungen. Jemand, der noch gar nicht weiss, wann er wo hinreisen m\u00f6chte, findet viele Anregungen und Tipps, an denen er sich orientieren kann.<\/p>\n<p>Die Printmedien werden vermutlich keinen Aufschwung im Absatz erwarten k\u00f6nnen, aber sie werden wohl doch nicht ganz aus unserem Blickfeld verschwinden, weil sie als Informationstr\u00e4ger und haptische Medien noch nicht voll ersetzbar sind. Zeitschriften bieten die M\u00f6glichkeit, sie immer wieder zur Hand zu nehmen und zu schm\u00f6kern, w\u00e4hrend man interessant gestaltete, gefilterte Informationen erh\u00e4lt und die eigenen Sehns\u00fcchte geweckt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Zeit, in der alles auch online zur Verf\u00fcgung steht, fragt man sich, ob Printmedien wie Reisezeitschriften \u00fcberhaupt noch Anklang finden. 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