Facebook patentiert Suchmaschine

Offenbar hat Facebook laut bnet.com ein Patent für eine Suchmaschinen eingereicht, welche die Suchergebnisse nach der Häufigkeit der Klicks der Freunde bei Facebook gewichtet. Konkret heisst das: Je mehr meine Facebook-Freunde auf ein Suchergebnis klicken, desto besser wird dann die URL in den SERPs angezeigt.

Das Ziel ist, möglichst individuelle Suchresultate anzuzeigen. Das Patent heisst im Original so: Visual tags for search results generated from social network information.

Search results, including sponsored links and algorithmic search results, are generated in response to a query, and are marked based on frequency of clicks on the search results by members of social network who are within a predetermined degree of separation from the member who submitted the query. The markers are visual tags and comprise either a text string or an image.

„Die ganze Welt ist meiner Meinung“

Doch was ist davon zu halten? Diesbezüglich veröffentliche SPIEGEL online einen interessanten Artikel über das so vorgefilterte Social Web.

Der Nachrichtenstrom ändert sich je nach Klickverhalten. Wer seltener auf Empfehlungen konservativer Freunde klickt, erhält auch weniger Meldungen seiner konservativen Freunde. Wenn ich also nur noch lese, was, meine (meistgeklickten) Freunde lesen, dann ist die ganze Welt meiner Meinung, so der Tenor.

Marketing und weiter?

Mittlerweile beziehen zwar auch Suchmaschinen das Klickverhalten ihrer Nutzer mit in die Bewertung von Webseiten ein, doch kann man Googles  Datensammelei einschränken. Aber auch Google hat kürzlich seine Nutzer-Profile öffentlich gemacht, wals bereits als Indiz für eine Lancierung eines Social Networks gewertet wird.

Was im Marketing durchaus Sinn macht, nämlich Empfehlungen von Freunden in den Suchergebnissen angezeigt zu bekommen, um sich vor Kaufentscheidungen ausgiebig zu informieren, könnte sich ausserhalb dieses Szenarios und ohne Abschaltfunktion einmal als Bumerang erweisen.

Ob die Nutzer das langfristig akzeptieren werden, bleibt fraglich. Denn Websites wie Dscover.me oder Sitesimon.com zeigen, wohin Facebook eventuell mit seiner Suchmaschine will, wie kürzlich in diesem Blog zu erfahren war.

 


 

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